KHS 150 Years Innovation

Nicht aus der Konserve: Coca-Cola erhält individuelle Lösung für Dosenlinie in Karlsruhe

Coca-Cola European Partners hat sich bereits durch vergangene Projekte von der Qualität der KHS-Anlagentechnik überzeugt. Mit dem Wunsch nach einer kompletten kundenspezifischen Dosenlinie für den Standort Karlsruhe hat sich das Unternehmen bewusst wieder an KHS gewandt. Bei der Umsetzung des Gesamtauftrags punktete KHS mit der genauen Abstimmung der einzelnen Maschinen und Anlagen aufeinander – was zu einer deutlichen Einsparung an Ressourcen, Energie und Kosten geführt hat.

An der Dosenlasche ziehen, das Zischen hören, eiskalt trinken: Diese Vorstellung ist für viele der Inbegriff einer Coca-Cola-Erfrischung. In der Tat wächst die Nachfrage nach Dosen insgesamt wieder. Die Gründe sind vielfältig: Neben der geschätzten „Zisch“-Eigenschaft sind Dosen besonders leicht, liegen gut in der Hand und schützen rundum vor Licht und Sauerstoff, was den Inhalt besonders lange frisch hält. Zudem punktet die Dose im Vergleich zu früher mit wesentlich verbesserten Umwelteigenschaften: Inzwischen wird sie so materialsparend hergestellt, dass die Wandstärke dünner als ein Haar ist. Zudem weist sie mit fast 100 Prozent eine sehr hohe Recyclingquote auf.

Die große Nachfrage hat Coca-Cola European Partners dazu bewogen, am Standort Karlsruhe eine neue Dosenlinie von KHS mit einer Kapazität von bis zu 120.000 Dosen pro Stunde zu ordern. Denn so kann das Unternehmen hierzulande noch flexibler abfüllen – schließlich ist Deutschland für Coca-Cola einer der wichtigsten Märkte in Europa.

Gefragt war eine komplette Dosenlinie, die sich an den spezifischen Bedürfnissen des weltweit größten Getränkeherstellers ausrichtet. Er bietet mehr als 80 Produkte aus allen Segmenten alkoholfreier Getränke: Neben Cola und Limonaden sind dies auch Schorlen, Säfte, Wasser, Sportgetränke, Energydrinks sowie Tee- und Kaffeegetränke. Je nach Produkt werden die Getränke mit und ohne Kohlensäure sowie kalorienreduziert oder zuckerfrei angeboten. Die Bandbreite ist also groß – ebenso wie die Anforderungen an die Qualität der Abfüll- und Verpackungsanlagen.

Der Gesamtauftrag hatte den Anspruch, die einzelnen Maschinen und Anlagen der Dosenlinie bestmöglich aufeinander abzustimmen und ineinandergreifen zu lassen. Anhaltspunkt war eine überzeugende Referenz, die bereits bei Coca-Cola in Marseille, Frankreich, steht. Die Linie in Karlsruhe ist allerdings komplexer – insbesondere im Trockenteil mit drei Verpackungsmaschinen, zwei Palettierern sowie der zusätzlichen Viertelpalettenverarbeitung.

Zudem war eine Erweiterung um einen Pasteur für die mikrobiologische Sicherheit der Getränke gewünscht. Diese ist zwar für klassische Coca-Cola-Produkte nicht notwendig, für Energydrinks aber unabdingbar. Da das Unternehmen unter der Marke Monster in Karlsruhe ebenfalls Energydrinks abfüllt, sollte der Pasteur nachträglich noch hinzugefügt werden – für den Fall, dass die Abfüllung zukünftig auf derselben Linie erfolgt. Dieser Herausforderung stellte sich KHS mit Expertise und Erfolg: Dank des Know-hows der Experten stand einer Erweiterung um den Tunnelpasteur Innopas PIISC nichts im Weg. Der Clou dabei: Die thermische Behälterbehandlung lässt sich nicht nur von der Dosen-, sondern auch von einer Glaslinie ansteuern, wenn dies gewünscht ist. Diese kann bis zu 60.000 Flaschen pro Stunde abfüllen.

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Fünf Fakten:
  • Wann? Coca-Cola in Karlsruhe: seit 1936
  • Was? Mehr als 80 alkoholfreie Getränke aus allen Segmenten
  • Worin? 250- ml- und 330- ml-Sleek-Dosen, 500- ml-Standard-Dosen
  • Wohin? Nach Süddeutschland und ins Ausland über Vertriebswege von Coca-Cola European Partners

„Für beide Seiten war das ein großes Projekt. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit auf beiden Seiten hat zum Erfolg beigetragen.“

Robert Fast, Vertrieb Deutschland bei KHS

Ein positiver Nebeneffekt liegt in seinem Sparkonzept: Das Wasser aus dem Leerdosen-Rinser wird aufgefangen und für den Pasteur wiederverwertet. Dies sorgt dafür, Ressourcen zu sparen, die Umwelt zu entlasten und Kosten zu senken. Als weiterer Pluspunkt benötigt der Pasteur weniger Chemikalien als im Standardverfahren: Durch ionisierte Luft im Prozesswasser lassen sich diese einsparen.

Highlights der speziell geschaffenen Linie, von denen Coca-Cola profitiert, sind zudem die parallele Verarbeitung von zwei unterschiedlichen Stock Keeping Units, mit denen sich beispielsweise Sixpacks und 10-er Packs gleichzeitig produzieren lassen, sowie der Gasbrenner im Shrinktunnel, mit dem die Energiekosten um bis zu 75 Prozent gesenkt werden können.