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In knapp zwei Jahren auf Rang zwei unter den Brauereien Georgiens

Georgian Beer Company sieht KHS-Technik als wesentlichen Erfolgsfaktor

Oliver Schneider*
Ivan Zabun**
In Georgien mit seinen rund 4,5 Millionen Einwohnern beträgt das Durchschnittseinkommen gerade einmal ca. 175 Euro monatlich. Laut Tsezar Chocheli, Inhaber der Georgian Beer Company, ist dieses niedrige Einkommen der Hauptgrund für den nur langsam ansteigenden Bierkonsum im Land. Lag der jährliche Bierabsatz in Georgien vor dem Zerfall der Sowjetunion noch bei 60 Liter/Kopf, fiel er Ende der 1990er Jahre bis auf 10 Liter/Kopf und ist mittlerweile bei 25 Liter/Kopf angelangt. Chocheli: „Mittel- bis langfristig rechne ich damit, dass wir in Georgien erneut einen Pro-Kopf-Konsum über 60 Liter Bier pro Jahr erreichen.“ Mit besten Bieren, für deren Produktion – bis auf das hervorragende georgische Wasser – ausschließlich deutsche Rohstoffe verwendet werden, tut die im Jahr 2012 gegründete Georgian Beer Company alles für einen steigenden Bierverbrauch im Land. Chocheli: „Generell ist es für uns oberstes Gebot, nur allerbeste Bierqualität zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund investierten wir auch in KHS-Technik. Aus heutiger Sicht war das exakt die richtige Entscheidung. Für jede einzelne unserer KHS-Linien sind wir sehr dankbar. Meiner Meinung nach haben sie alle einen großen Anteil an dem Erfolg der Brauerei. Zudem begeistert mich an KHS die hohe Servicequalität.“ In der Tat kann die Georgian Beer Company in der Kürze ihres Bestehens schon auf jede Menge Erfahrung mit KHS-Technik zurückblicken. So befinden sich hier eine PET-Turnkey-Linie, ein in eine bestehende Glas-Linie integrierter Dosenfüller nebst Rinssystem und Transporteuren sowie eine Keg-Linie von KHS im Einsatz und der Vertrag für eine weitere KHS-Turnkey-Glas-Anlage ist bereits abgeschlossen.
Bier als traditionelles Getränk
Tsezar Chocheli interessierte sich schon früh für das Brauen von Bier. Das lag unter anderem daran, dass er im Bergland Georgiens aufwuchs, die Bierherstellung dort eine lange Tradition hat und Bier hier in frühen Zeiten sogar als „heiliges Getränk“ galt. Meint Chocheli: „Ehemals besiegelte man hier alle wesentlichen Entscheidungen mit einem guten Bier. Teilweise wird das auch heute noch so gehandhabt. Das betrachte ich als äußerst angenehme Tradition.“
*  Leiter Vertrieb Osteuropa, KHS GmbH, Bad Kreuznach,Tel.: 06 71-8 52-26 23
** Vertrieb Georgien, KHS GmbH, Büro Tiflis, Tel.: +37-3 69-12 31 45
2008 alle Brauereien veräußert...
Mit gerade einmal 22 Jahren traf Chocheli 1991 die Entscheidung, Bier nicht länger nur für den Hausgebrauch, sondern auch zum Verkauf herzustellen. Anfangs produzierte er etwa 150 Liter Bier pro Tag und veräußerte den Großteil davon in der Nachbarschaft. 1997 gründete Chocheli die Brauerei Lomissi und erreichte tägliche Absatzzahlen von ca. 25 Hektoliter. 2001 waren die Tagesabsätze bei ca. 300 Hektoliter, 2004 bei 500 Hektoliter angelangt. Es entstand die Idee, eine weitere Braustätte zu etablieren. Gedacht, getan – 2006 startete Chocheli kurz vor den Toren der georgischen Hauptstadt Tiflis mit einer zweiten Brauerei. Gemeinsam mit der Brauerei Lomissi lag deren Produktion im Jahr 2007 bei 370.000 Hektoliter. Die in Südossetien angesiedelte Brauerei Lomissi wurde anlässlich des Südossetien-Konflikts enteignet. Aufgrund der politischen Situation im Land entschied sich Chocheli 2008 auch für den Verkauf der nahe Tiflis angesiedelten Brauerei an die Efes Braugruppe. Vertraglich verpflichtete er sich dazu, drei Jahre lang keine Aktivitäten in der Braubranche zu starten.
...und 2012 nach Aufbau von vier weiteren Unternehmen mit der Georgian Beer Company gestartet
Chocheli: „Diese drei Jahre über hatte ich alle Hände voll zu tun. Neben einer Süßwaren- gründete ich eine Waschmittel-, eine Gips- und eine Betonfabrik. Als die drei Jahre zu Ende waren, teilte ich Efes mit, dass ich eine neue Brauerei namens Georgian Beer Company aufbaue, die in neun Monaten mit ihrer Produktion startet. Keiner hat damals für möglich gehalten, dass der Aufbau einer funktionsfähigen Brauerei in einer derart kurzen Zeitspanne realisierbar ist.“ Umso größer war das Erstaunen als die auf eine jährliche Kapazität von 450.000 Hektoliter ausgelegte Georgian Beer Company wie angekündigt nach neun Monaten den Betrieb aufnahm und  am 4. April 2012 die erste Flasche Bier vom Band lief.
In knapp zwei Jahren 35 Prozent Marktanteil am Biermarkt Georgiens erreicht
2012 war ein erfolgreiches Jahr für das Unternehmen. Es wurden Absätze von über 200.000 Hektoliter realisiert. 2013 erreichte man 320.000 Hektoliter.  Damit steht die Georgian Beer Company unter den georgischen Brauereien nach Efes aktuell auf Rang 2 und hält einen Marktanteil von 35 Prozent. Für 2014 kalkuliert die Brauerei mit einem Verkauf von 450.000 Hektoliter. Kapazitätsausweitungen – unter anderem durch Einsatz weiterer KHS-Technik – sind bereits in die Wege geleitet. Die nächste Ausbaustufe ist mit 660.000 Hektoliter definiert. Chocheli: „Unsere Vision lautet, sowohl im Segment Bier als auch bei alkoholfreien Getränken Georgiens führender Hersteller zu werden.“
Drei Biermarken mit unterschiedlichen Ansätzen
Mit ihren Biermarken Zedazeni und Khevsuruli sowie der in Lizenz gebrauten deutschen Biermarke König Pilsener sieht sich das Unternehmen hierfür gut aufgestellt. Während es sich bei Zedazeni um ein untergäriges Lagerbier handelt, ist Khevsuruli ein dunkles Bier, das bei Verwendung von vier unterschiedlichen Malzsorten ganz am traditionellen georgischen Brauprozess orientiert hergestellt wird. 
Georgian Beer Company braut als erste Brauerei weltweit König Pilsener in Lizenz
Die Georgian Beer Company ist die erste Brauerei weltweit, die die Erlaubnis erhielt, König Pilsener in Lizenz herzustellen. Chocheli: „Wir wollten nicht irgendein deutsches Bier in Lizenz brauen, sondern „das König unter den Bieren“. Der Erfolg im Markt gibt uns Recht. Mit König Pilsener realisieren wir mittlerweile 25 Prozent unseres gesamten Bier-Absatzes und damit genauso viel wie mit Khevsuruli. Verbleibende 50 Prozent gehen auf das Konto von Zedazeni.“ Aus Sicht der König Brauerei entschied man sich vor allem aufgrund der hohen Qualitätsansprüche der Georgian Beer Company und dem damit verbundenen Einsatz modernster technischer Lösungen für die Partnerschaft. Zudem registrierte man das hohe Wachstumspotenzial, das der georgische Markt bietet. Vasili Sulkhhanishvili, Technischer Direktor Georgian Beer Company: „Am Duisburger Standort der König Brauerei wurde eine Blindverkostung organisiert, anlässlich der professionelle Biertester herausfinden sollten, ob das jeweils verkostete König Pilsener aus Deutschland oder aus Georgien stammt. Dabei bemerkte niemand auch nur den kleinsten Unterschied zwischen den verkosteten Bieren. Das überzeugte unsere deutschen Partner final davon, dass sie mit der Lizenzvergabe an unsere Brauerei die richtige Entscheidung getroffen haben.“
Während mit Zedazeni vor allem die Zielgruppe der jungen Erwachsenen angesprochen wird, ist Khevsuruli insbesondere für eine ältere Zielgruppe, die georgische Traditionen und georgischen Biergeschmack schätzt, gedacht. König Pilsener wird auch in Georgien als absolutes Premium Produkt wahrgenommen und ist auch hier das Bier, mit dem große und kleine Erfolgserlebnisse gekrönt werden.
Deutliches Wachstum bei klarer Hochpreisstrategie
Mit allen ihren Biermarken verfolgt die Georgian Beer Company eine klare Hochpreisstrategie. Chocheli: „Unsere Biermarken kosten vergleichsweise mehr als die der Wettbewerber und wachsen trotzdem stärker. Meiner Meinung nach liegt das daran, dass Georgier, wenn sie sich ein Bier leisten, auch ganz besonders auf dessen Qualität achten.“ So wird die 2,5-l-PET-Flasche Zedazeni für 5,5 Lari (1 Lari entspricht 0,45 Euro) verkauft während Khevsuruli und König Pilsener in dieser Gebindevariante bei 6 bzw. 6,5 Lari liegen. Betrachtet man die Preise vor dem Hintergrund des genannten Durchschnittseinkommens in Georgien wird deutlich, welchen Luxus Bierkonsum für viele Georgier bedeutet. 
Auch mit alkoholfreien Getränken äußerst erfolgreich
Eine kompromisslose Qualitäts- und Hochpreisstrategie fährt die Georgian Beer Company auch für ihre alkoholfreien Getränke. Unter der Marke Zedazeni bietet das Unternehmen derzeit fünf Limonaden in den Geschmacksrichtungen Birne, Zitrone, Traube, Estragon und Cream Soda an. Sulkhhanishvili: „Für unsere Erfrischungsgetränke setzen wir ausschließlich natürliche Aromen ein.“ Der Renner unter den Alkoholfreien ist mit einem Drittel des Absatzes im alkoholfreien Segment Birnenlimonade. Mit ihren Limonaden, von denen die Geschmacksrichtungen Birne, Traube und Estragon seit Anfang 2013 auch als kalorienfreie Varianten verfügbar sind, hält das Unternehmen 25 Prozent am Markt für abgefüllte alkoholfreie Getränke in Georgien. Seit kurzem ebenfalls im Sortiment der Georgian Beer Company: der Energy Drink Wilder und damit der erste Energy Drink, der im Land produziert wird. Auch hier ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Monatliche Absätze betrugen kurz nach der Markteinführung 100.000 Dosen. 
In Georgien flächendeckend vertreten, weiterer Ausbau von Exporten anvisiert
Die Produkte der Georgian Beer Company werden in Georgien flächendeckend distribuiert. Zudem finden Exportaktivitäten in mehr als zehn Länder statt. Meint Chocheli: „Wir gehen hier einen Schritt nach dem anderen und sind allen künftigen Märkten gegenüber aufgeschlossen.“ Punkten konnte das Unternehmen mit seinen Bieren übrigens schon bei internationalen Wettbewerben in Moskau und Sotschi. Anlässlich der 22. internationalen Ausstellung in Sotschi wurden der Georgian Beer Company im Mai 2013 vier Goldmedaillen für ihre Biere verliehen. Während der 20. internationalen Ausstellung in Moskau im Februar 2013 waren es zwei Gold- und drei Silbermedaillen.
Großvolumige PET-Flaschen sind der Renner
Ihre Produkte füllt das Unternehmen sowohl in PET- als auch in Glasflaschen, Dosen und Kegs. Wobei 60 Prozent in der PET-Flasche, 15 Prozent in der Glasflasche, 13 Prozent im Keg und 12 Prozent in der Dose verkauft werden. Interessant und für den georgischen Markt typisch: Was PET-Flaschen angeht, sind hier insbesondere die 2,5- und 2-l-Flaschenvarianten populär. Sie machen 50 bzw. 35 Prozent des PET-Flaschenabsatzes aus, während die 1,5-l-PET-Flasche 15 Prozent beisteuert. Hauptgründe hierfür: Zum einen wird Bier in Georgien traditionell im großen Freundeskreis getrunken, zum anderen sind die größeren PET-Flaschenvarianten im Vergleich zur 1-l-PET-Flasche und zu Glasflasche und Dose preisgünstiger.
KHS-Technik von Beginn an
Die Zusammenarbeit der Georgian Beer Company und KHS startete mit der Brauereigründung und der Investition in die kompakt gestaltete Keg-Linie Innokeg Till CombiKeg, deren Leistung bis zu 90 Kegs stündlich beträgt. Das System setzt auf das von KHS seit Jahrzehnten erfolgreich betriebene und permanent weiterentwickelte Rundläuferprinzip. Die Maschine verfügt über fünf Innenreinigungsstationen und einen Füllkopf. Die für die jeweilige Betriebssituation erforderliche Medienversorgung mittels Lauge-, Säure, Mischwasser- oder auch Heißwassertanks ist bei der Innokeg Till CombiKeg ebenso wie die Außenreinigungsstation in die Einhausung integriert.. Auf den Außenreinigungsprozess folgen in der Anlage die Innenreinigungsschritte. Sie werden mittels Verfahren der pulsierenden Reinigung durchgeführt, das sowohl für die sorgfältige Reinigung der Keg-Innenwand als auch des Steigrohrs sorgt. Für den sauerstoffarmen, schonenden, CO2-sparenden und schnellen Füllprozess steht das DFC-Füllsystem (Direct Flow Control-Füllsystem). Sulkhhainshvili: „KHS-Kegtechnik überzeugte uns von Beginn an. Ein wesentliches Plus dieser Anlage sehen wir darin, dass sie bei geringfügigen Modifikationen auch eine Befüllung von Petainer-Kegs erlaubt. Das lässt uns für die Zukunft alle Optionen offen.“
Eine KHS-Anlage nach der anderen
Die hohe Zufriedenheit mit der neuen Keg-Linie bildete die Basis für einen weiteren Großauftrag der Georgian Beer Company an KHS. Er umfasste einen Dosenfüller mit vorgeschaltetem Rinssystem und Transporteuren, einzubinden in eine vorhandene Glas-Linie, eine PET-Turnkey-Linie und eine Glas-Turnkey-Anlage. Während der Dosenfüller Ende 2012 den Betrieb aufnahm, startete die PET-Anlage ihre Produktion im März  2013. Die Installation der Glas-Linie ist Anfang 2014 geplant. 
Brillant gelöst: die Einbindung des KHS-Dosenfüllers in eine vorhandene Glas-Linie
Hintergrund der gewünschten Integration des KHS-Dosenfüllers in eine vorhandene Glas-Linie: Der Dosenabsatz ist in Georgien noch niedrig. So ist keine permanente Dosenbefüllung nötig und eine Investition in die Dosen-Komplettlinie war aus Sicht der Brauerei derzeit nicht erforderlich. Das KHS-Füllsystem Innofill DVD übernimmt nun die Dosenabfüllung und nutzt die in die vorhandene Glaslinie integrierte Maschinen wie Abräumer, Palettierer und Pasteur bei perfekter Anbindung durch KHS-Transporteure mit. Sollte der Dosenabsatz in Zukunft weiter steigen, lässt sich der neue KHS-Dosenfüller nebst Transporteuren – darauf wurde explizit geachtet – wieder aus der Glas-Anlage entfernen und in eine separate Dosen-Linie einbringen.  Sulkhhanishvili: „Hiermit sind wir für alle Eventualitäten gerüstet und können bei Bedarf schnell reagieren.“
Ausgestattet ist der mit einem Verschließer geblockte Innofill DVD mit 30 Füllstellen. Vorgesehen ist das System sowohl zur Abfüllung von Standard- als auch von Sleek- und Slimdosen. Um bei Bedarf die zügige Umrüstung sicherzustellen, verfügt der Füller über Schnellwechselvorrichtungen. So lässt sich in nur wenigen Minuten die Umstellung auf neue Dosenvarianten vornehmen. Ein schräg liegendes Rinssystem übernimmt vorab die Ausspülung der Dosen mit Kaltwasser und deren Ausblasung mit Sterilluft. Beim Innofill DVD handelt es sich um ein rechnergesteuertes Volumenfüllkonzept. Höchste Füllgenauigkeit ist hier durch das Prinzip der magnetisch induktiven Durchflussmessung realisiert. Abdichten, Spülen, Vorspannen – so lauten beim Innofill DVD die Schritte vor dem eigentlichen Abfüllvorgang für Bier. Wesentlich ist die Spülung der Dose mit CO2, um eine sauerstoffarme Abfüllung zu gewährleisten. Nach abgeschlossener CO2-Spülung und dem Vorspannen öffnet das Flüssigkeitsventil. Gesteuert werden sowohl Flüssigkeitsventil als auch Gaswege über pneumatische Zylinder. Der Füllvorgang geschieht unter Druck. Mit abgeschlossenem Füllprozess erfolgt die Reduzierung auf atmosphärischen Druck. Gas entweicht über den Entlastungskanal. Die druckgesteuerte, schaumarme Entlastung findet statt. Neben der Bierabfüllung ist der Innofill DVD auch für die Abfüllung der kohlensäurehaltigen Limonaden und des Energy Drinks der Georgian Beer Company gerüstet und kann zudem für eine drucklose Abfüllung von stillen Getränken wie beispielsweise stillem Wasser eingesetzt werden. Chocheli: „Meiner Meinung nach ist die wichtigste Maschine in einer Abfüll-Linie immer der Füller, kommt es hier doch zum direkten Kontakt mit dem Produkt. Ich persönlich bin der Meinung und denke, dass viele Getränkeunternehmer weltweit hier mit mir konform gehen, dass KHS einen der besten Füller der Welt anbietet. Als äußerst qualitätsbewusstes Unternehmen fühlen wir uns im Sinne unserer Konsumenten dazu verpflichtet, in diese allerbeste Technik zu investieren.“
InnoPET BloFill-Blockkonzept als Highlight der PET-Anlage
Begeistert zeigt sich Chocheli auch von der Anfang 2013 in Betrieb gegangenen KHS-PET-Turnkey-Anlage, deren Leistung 22.000 1-l-, 18.500 2-l-  und 15.500 2,5-l- PET-Flaschen/h beträgt. Als Highlight bezeichnet er hier den Blasmaschinen-Füller-Block InnoPET BloFill, der in einem mit Filtersystemen belegten Hygieneraum positioniert ist. Chocheli: „Hier gesellt sich zu perfekter Füllqualität die Herstellung von PET-Flaschen hoher Qualität.“ Ergänzt Sulkhhanishvili: „Außerdem schätzen wir die äußerst nachhaltige Flaschenproduktion.“ 
In der Tat arbeitet die mit insgesamt 10 Blasstationen ausgestattete Streckblasmaschine InnoPET Blomax Serie IV sehr sparsam. Beim Energieverbrauch  lassen sich gegenüber der Vorgängergeneration InnoPET Blomax Serie III bis zu 25 Prozent einsparen. So ist im Ofen die Aufheizzeit der Preforms durch deren Erhitzung mittels „Near Infra Red“ gegenüber der InnoPET Blomax Serie III in etwa halbiert worden. Ein weiteres Highlight bei der PET-Flaschen-Herstellung ist der per Servomotor gesteuerte Reckvorgang. PET-Flaschen lassen sich hierdurch im Sinne einer Material- und Kostenreduzierung bis auf das letzte Zehntel Gramm Gewicht optimieren. Hohe Prozess-Stabilität ist gewährleistet.
Im Anschluss an den Streckblasprozess übernimmt ein Transferrad die Funktionen Flaschenentnahme aus der Blasstation sowie die Anpassung des Abstandes der geblasenen PET-Flaschen an die Teilung im Füller. Zweites Modul in der Verblockung ist eine Luftschleuse , die sicherstellt, dass Trocken- und Nassbereich strikt voneinander getrennt sind. Da innerhalb des Blockkonzeptes auch die Abfüllung von kohlensäurehaltigen Getränken vorgesehen ist, ist das dritte Modul eine Kühlstrecke. 
Den Füllprozess übernimmt der Innofill DVF. Er ist wie der KHS-Dosenfüller für die Abfüllung unterschiedlichster Getränke geeignet. Ob Bier, kohlensäurehaltige oder stille alkoholfreie Getränke – alles ist möglich. Das unterschichtende Füllverfahren mit einem langen Füllrohr steht für den besonders schonenden Füllprozess bei niedriger Sauerstoffaufnahme im Produkt. Das System verfügt über 108 Füll- und 12 Verschließstellen und weist eine 40 pi-Teilung auf, um auch die 2,5-l-PET-Flasche mit einem Durchmesser von 118 mm verarbeiten zu können. 
Modernste Inspektionstechnik
Auf Füll- und Verschließvorgang folgen – wie auch bei der Dosenanlage – Verschluss- und Füllhöhenkontrolle, die von der Inspektionseinheit Innocheck CCI und Innocheck FHC durchgeführt werden. Sie sind wie die in der Etikettiermaschine stattfindende Etikettenkontrolle Innocheck LPI über das Steuergerät Innocheck CUB mit einem Touch Screen Monitor zur Bedienung und Visualisierung mit in die Innocheck-Plattform der Georgian Beer Company integriert. Bei Bedarf ist eine Erweiterung jederzeit möglich. So lassen sich sämtliche Inspektionseinheiten, die in einer Anlage denkbar sind, nach deren Installation im Betrieb an die Steuereinheit Innocheck CUB einfach andocken. Notwendige Software ist innerhalb der Steuereinheit Innocheck CUB jederzeit ausweitbar.
Innoket 360 S übernimmt Rundum-Etikettierung
Die Etikettierung nimmt die Rollfed-Etkettiermaschine Innoket 360 S vor. Eine Besonderheit der Innoket 360 S ist deren Ausstattung mit einem sich selbst schärfenden Messer. Weiteres Plus: Ein innovatives Leimsystem auf Induktionsbasis sorgt für die präzise und effiziente Verleimung. Mismatch-Korrekturen können aufgrund einer schwimmend gelagerten Station im laufenden Produktionsprozess stattfinden. Die segmentierte Auslegung der Vakuumtrommel sorgt die für ein einfaches und schnelles Umrüsten. Zudem punktet die Etikettiermaschine mit ihrer kompakten Gestaltung und hervorragender Zugänglichkeit.  
Äußerst schonender Pack- und Palettiervorgang
Direkt nach der Etikettierung werden die 2,5-l-PET-Flaschen mit einem Kunststoff-Tragegriff ausgestattet. Damit wird dem Verbraucher das Handling dieser Großflasche erleichtert, die – wie in Georgien für alle Flaschenvarianten üblich –  im Handel als Einzelflasche verkauft wird. Der Handel erhält die befüllten PET-Flaschen üblicherweise in Shrinkverpackungen angeliefert. Für das perfekte Verpacken sorgt bei der Georgian Beer Company der Innopack Kisters SP Basic. Eine in diese Verpackungsmaschine integrierte zusätzliche mechanische Bürstenfunktion stellt beim Verpacken der 2,5-l-PET-Flaschen die perfekte Lage der Handles während des Folieneinschlags sicher. Während stets 12 1-l-PET-Flaschen in ein Shrinkpack eingebracht werden, stehen für 2- und 2,5-l-Flaschen jeweils 6er Formationen auf dem Plan. 
Über Verteil- und Drehvorrichtungen werden die Shrinkpacks dem Palettierer Innopal PB1N2 zweibahnig zugeführt. Vom Lagenvorbereitungstisch aus gelangt die komplette Lage auf das Schiebeblech des Palettierers. Jede Lage wird vor deren Abgabe auf die Palette allseitig zentriert. Ergebnis: perfekte Lagenbilder, schonende Produktbehandlung und die hohe Gesamtstabilität der Palettenladung. Die auf die Palettierung folgende Palettensicherung übernimmt der Palettenwickler. Sulkhhanishvili: „Wie von KHS nicht anders gewohnt, läuft auch diese Anlage wie am Schnürchen. Wir fahren hier permanent mit hoher Anlageneffizienz und sind somit in der Lage, die ständig wachsende Nachfrage nach PET-Flaschen sowohl bei Bier als auch bei alkoholfreien Getränken zu bedienen.“
Innopro Paramix C versorgt sämtliche Anlagen der Georgian Beer Company
Mit in den Lieferumfang für die PET-Linie integriert, gleichzeitig jedoch auch für alle weiteren Linien der Georgian Beer Company zuständig: die Dosier- und Ausmischanlage Innopro Paramix C. Sie realisiert sowohl die kontinuierliche Herstellung von stillen als auch von karbonisierten Getränken und ist in der Lage, bis zu 42.000 Liter stündlich herzustellen. Erster Schritt in der Innopro Paramix C ist die Wasserentgasung nach dem Prinzip der zweistufigen Vakuum-Sprühentgasung. Unmittelbar im Sirupstrang, der zur Mischpumpe führt, erfolgt eine präzise Massedurchflussmessung. Durch die Masse- und Brix-Messung können bei Produktwechsel verdünnte Sirupphasen automatisch und umgehend erkannt werden. Damit lässt sich das Mischungsverhältnis von Sirup und Wasser stets so gestalten, dass im Anschluss an die Ausmischung exakt das gewünschte Produkt in vorgegebener Qualität entsteht. Weiteres Plus: Verdünnte Sirupphasen müssen nicht verworfen werden und Produktwechsel können zügig vonstatten gehen. Nach der Ausmischung von Sirup und Wasser realisiert die Innopro Paramix C die Karbonisierung. Eine spezielle KHS-Karbonisierdüse sorgt hier für eine optimale Verteilung und Bindung der Kohlensäure im Produkt. Die Innopro Paramix C produziert und übernimmt Reinigungsschritte vollautomatisch. Bei Produktumstellung genügt hier die Rezepturanwahl am Touch Screen. Insgesamt sind über 1.000 Rezepturen machbar. Sulkhhanishvili: „Mehr Flexibilität geht nicht.“ 
Finales Ziel: Steigerung der Lebensqualität in Georgien
Gemeinsam mit KHS-Technik möchte die Georgian Beer Company ihre Vision verwirklichen und schon bald als größter Hersteller von alkoholfreien Getränken und Bier im georgischen Markt agieren. Chocheli: „Dieses Ziel liegt für mich sehr nahe und könnte bereits im nächsten Jahr erreicht sein. Wir kalkulieren  mit weiterem Wachstum, rechnen wir doch damit, dass der Pro-Kopf-Konsum an Bier in Georgien bis zum Jahr 2020 auf 40 Liter ansteigt und sich dann Schritt für Schritt der 60 Liter-Marke nähert. Außerdem denken wir, dass sich bei steigenden Einkommen in Georgien auch ein deutliches Absatzplus für abgefüllte alkoholfreie Getränken ergeben wird. Allerdings bleibt der Fokus der Georgian Beer Company auch künftig auf den Bereich der Bierproduktion ausgerichtet. Für mich wird die Georgian Beer Company in Zukunft ein wesentliches unter vielen wesentlichen Unternehmen bleiben, die von der Familie Chocheli geführt werden. Mit ihnen verfolgen wir das Ziel, in Georgien Industriezweige zu etablieren, die das Leben für die Bevölkerung leichter und unser Land wettbewerbsfähiger machen.“ 

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